Der Schützenverein Deutsch Evern e.V. wurde als Kleinkaliber-Schießverein im Jahre 1924 gegründet. Neben der Pflege der Tradition und der aktiven Mitgestaltung am Ortsleben wurde das Sportschießen sofort nach Gründung des Vereins durch den Mitbegründer Hermann Bohlmann als wesentliches Vereinsziel etabliert.
Sportliche Erfolge können heute in allen Altersklassen
auf regionaler und überregionaler Ebene gefeiert werden.
Für die Sportschützen stehen auf der Schießsportanlage
Stände für Luftgewehr, Luftpistole, Kleinkalibergewehr und Sportpistole
unter der Aufsicht von qualifizierten Schießsportleitern zur Verfügung.
Erstmals wurde die Disziplin "Luftpistole Auflage" in der Altersklasse auf Landesebene als Meisterschaft ausgeschossen. Unser aktuelles Königsteam hatte sich für diesen Wettkampf qualifiziert und fuhr am 24. Juli nach Lilienthal. Auf dem Schießstand des Schützenvereins Heidberg-Falkenberg konnten Joachim Lütgens, Joachim Apfelbaum und Klaus Tanger sich mit guten Einzelleistungen die Plätze 8, 11 und 12 sichern. Dies reichte in der Mannschaftwertung für den 2. Platz und der damit verbundenen Vizemeisterschaft.
Klaus auf dem Schießstand Siegerehrung
der Mannschaft
Das sportliche Schießen ist geprägt durch die Teilnahme an den Meisterschaften und dem Ligaschießen.
In den Disziplinen KK lgd, KK Dreistellungskampf, LG Freihand und dem Auflageschießen erreichen unsere Schützen immer wieder gute Ergebnisse und nehmen regelmäßig an den Landesmeisterschaften teil.
Im Jahr 2011 wurde zum ersten Mal die Disziplin "Luftpistole Auflage" in der Altersklasse ausgeschossen. Hierin konnte sich unsere Mannschaft sofort für die Landesmeisterschaft qualifizieren.
Am Ligaschießen nehmen unsere Auflageschützen der Alters- und Seniorenklasse teil. Sowohl mit dem Luftgewehr als auch mit dem Kleinkaliber schießen wir in den verschiedenen Ligen des Kreises
Das Königsschießen findet jedes Jahr während des Schützenfestes statt. Dabei darf jeder Teilnehmer 10 Wertungsschüsse mit dem KK-Gewehr abgeben. Bei der anschließenden Proklamation werden dann die neuen Majestäten bekanntgegeben. Sie dürfen dann am Kreiskönigsschießen und am Bezirkskönigschießen teilnehmen und dort um weitere Würden kämpfen.
Parallel zu diesem Titelschießen gibt es noch den Wettkampf um die Würde des Landeskönigs. Dieses Titelschießen wird mit dem Luftgewehr ausgeschossen. Im Jahr 2011 konnte unser Verein erstmalig mit Lars Apfelbaum den Landeskönig stellen. Lars holte sich nicht nur den Titel des Landeskönigs, sondern auch noch den Titel "Erster Ritter " des Schützenbunds Niedersachsen.
Weiteres zu unserem Landeskönig
Bereits in der Antike hat man mit Pfeil und Bogen auf einen lebenden Hahn,
später auf einen Zaunkönig geschossen. Diese Vögel galten als
"heilige Tiere" und wurden auf einer Stange befestigt. Das änderte
sich unter dem Einfluß christlicher Mönche, die blutige Schlachtopfer
zu verhindern suchten.
Weitere Hinweise auf das Vogleschießen finden sich im 13. Jahrhundert.
Um Städte und Dörfer verteidigen zu können, übte man zunächst
mit der Armbrust, später mit dem Bogen und im 15. Jh. auch schon mit dem
der Büchse. Vorzugsweise wurde nach Vögeln aus Holz, Pappe oder Leder
geschossen. Diese waren an Windmühlenflügeln, auf Kirchturmspitzen
oder einfach auf Stangen inmitten einer eigens hierzu hergerichteten Schießwiese
befestigt. Während des Hochmittelalters war so das Vogelschießen
bzw das Papageienschiessen ein relativ weit verbreiteter Brauch in Europa. Die
Trennung zwischen Vogelschießen und Papageienschießen ist dabei
nur schwer möglich. Es wird vermutet, dass gegen Ende der Kreuzzüge
und dem Aufkommen der ersten Schützengesellschaften, die sich zum Beispiel
auch Papageiengilde, Papageiengesellschaft oder Papacompanie nannten, auch die
aus dem Orient von Kreuzfahrern mitgebrachten Papageien übernommen wurden.
Geschossen wurde natürlich nur auf einen Holzpapagei. Der Schützenkönig
wurde dann als Papageienkönig bezeichnet und trug einen entsprechenden
Schmuck, der zusammen mit der Königstafel ehemaliger Schützenkönige
an einer Kette um den Hals getragen wurde und auch heute noch getragen wird.
Heutzutage stellt der Holzvogel einen Adler dar, der die Macht symbolisieren
soll. In vielen norddeutschen Orten wird diese alte Tradition hochgehalten und
mit Begeisterung der Vogelkönig ermittelt.
Diesem Traditionsschießen haben wir uns im Jahre 2001 angeschlossen und
schießen nun alljährlich unseren Vogelkönig aus. An diesem Wettbewerb
dürfen sowohl die Damen als auch die Schützen teilnehmen. Dabei wird
der Adler auf einem Holzbalken in einer Entfernung von ca. 25m aufgesteckt.
Auf folgende Teile wird in numerierter Reihenfolge geschossen.

Das Schießen beginnt immer Samstags um 14:00 Uhr. Ist der Rumpf
bis 18:00 Uhr noch nicht gefallen, so entscheidet die Sportleitung, ob das Vogelschießen
am Samstag zu Ende geführt wird oder ob das Schießen am Sonntag fortgesetzt
wird, bis der Rumpf gefallen ist.
Jeder Teilnehmer erhält eine Nummer und beschießt den Vogel in laufender
Reihenfolge mit jeweils einem Schuß.
Für jedes abgeschossene Teil erhält der Schütze eine Auszeichnung
in Form einer Nadel oder eines Ordens. Vogelkönig ist derjenige, der den
Rumpf abschießt.
Der Wettkampf wird mit einer Video-Kamera auf dem Schießstand aufgezeichnet
und direkt in die Schützenhalle übertragen, sodaß sich alle
Schützen über den aktuellen Stand informieren können.