Vor etlichen Jahren beschlossen die Mitglieder, eine Halle für das Schützenfest zu bauen. Es wurde auch das Hallengerüst des ehemaligen Edeka-Markts in Obermarschacht für 15000,- DM erstanden. Es sollte eine Halle mit einer Grundfläche von 20 * 17,5 m² entstehen. Jedoch fehlten dann die weiteren finanziellen Mittel, um die Halle aufzustellen.
Im Jahre 2005 war es aber nun soweit. Auch wenn sich die finanzielle Situation
kaum verbessert hatte, beschlossen die Mitglieder die Halle nun aufzustellen.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung war auch, dass die Halle nun im
Winter von die Bogenschützen genutzt werden sollte.
Der Bauausschuß ließ nun die Statik überprüfen und stellte
die Bauanträge. Die Kosten wurde berechnet und man kam auf die stolze Gesamtsumme
von 43000,- €. Also war Eigenarbeit angesagt.
Nach Erteilung der Baugenehmigung konnte am 20.10.2005 mit dem Hallenbau
begonnen werden.
Zuerst musste viel Erde bewegt werden. Der Mutterboden musste beiseite geräumt
und Füllsand verteilt werden. Danach konnten dann die Ausschachtungen für
die Fundamente ausgehoben werden. Nach diesen Arbeiten wurde dann das Eisen
entsprechend der benötigten Statik verteilt.
Während dieser Erdarbeiten wurden auch die Träger für den Aufbau
vorbereitet.
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Grundfläche der Halle
Die Vorbereitungen waren erledigt. Nun konnte die Bodenplatte gegossen werden. Frühmorgens rückten die ersten Betonmischer an. Die Arbeiten dauerten dann bis in den späten Abend. Insgesamt wurden 102 Kubikmeter Beton verarbeitet.
Heute sollten die Hallenträger aufgestellt und das Dach gerichtet
werden. Doch das Wetter war schlecht. Es regnete und ein kalter Wind blies über
den Platz. Aber die fleißigen Helfer kämpften gegen die Nässe
und gegen Mittag waren die Träger aufgestellt. Am Nachmittag wurden dann
die Dachbalken auf den Trägern montiert. Bis in die Dunkelheit hinein wurde
gearbeitet.
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Um 17:15 Uhr war es dann soweit. Stockdunkel war es auf der Baustelle, als unser Vorarbeiter Dieter Bergmann den Richtspruch verlaß:
Richtspruch
Ein Traum wird wahr.
Der Schützenverein Deutsch Evern baut ein Schießsportzentrum, ist
doch klar.
Nach vielen Gerede, Arbeit, Ängste und Schweiß,
die jetzt im Fundament begraben steht dieses Stahlgerüst groß und
kräftig.
Es fehlt das Dach und auch die Wände.
Es wäre doch gelacht, auch das wird noch geschafft.
Nun frage ich den Vorsitzenden vor allen Leuten,
ob er zufrieden mit unserer Arbeit und Kraft,
was wir bislang geschafft.
>>> Unser Vorsitzender Bernd Meyer dankt den Bauleuten für ihre gute Arbeit <<<
Der Vorsitzende hat uns
gelobt, darauf sage ich nun Prost
Nun möge Gott die Halle beschützen
vor Wasser, Sturm, Blitz und Donner.
Die Halle möge das letzte Mal erzittern,
wenn dieses Glas wird zersplittern.
>>> Dieter zerschlägt eine Flasche Korn am Dachbalken <<<
Müde Arbeiter und ihre Gäste
Anschließend wärmten sich die Schützen im Schützenhaus bei einer kräftigen Suppe auf und ließen das Richtfest gemütlich ausklingen.
Nach einer kurzen frostigen Unterbrechung konnte heute mit
dem Mauerbau begonnen werden. Stein auf Stein wuchs die erste Wand in die Höhe.
Und es ging dann auch gleich am nächsten Tag mit der nächsten Seite
weiter.
Die ersten Mauersteine sind gesetzt
Im Laufe des Monats konnte dann auch die Grundsteinlegung feierlich begangen werden.
Grundsteinlegung
Danach ging es dann in die wohlverdienten Weihnachtsferien.
Das Jahr begann sehr frostig, so dass die Bauarbeiten ruhen mussten.
Nach einer sehr langen Frostperiode konnten die Arbeiten erst jetzt fortgesetzt
werden.
Dank der fleißigen Helfer konnten aber gleich große Fortschritte
gemacht werden.
In nur wenigen Wochen konnten die Außenwände zügig hochgemauert
werden.
Ende Mai konnten auch die Vorbereitungen getroffen werden, um das Dach einzudecken. Am Pfingstsamstag war es dann soweit. Mit 14 Helfern wurde das Dach eingedeckt und die Fenster eingesetzt. Außerdem wurden die Gräben für die Regenrohre ausgegraben und ein Versickerungsschacht ausgehoben. Nach dem Verlegen der Rohre konnten die Gräben dann wieder zugeschüttet werden. Nun kann es an den Innenausbau gehen. aber auch auf dem Platz ist noch jede Menge Arbeit vorhanden. Wir hoffen nun, dass sich das Wetter bessert und die Arbeiten zügig fortgesetzt werden können.
Nach tagelanger harter Arbeit war es nun soweit. Der Verbindungsgang mit seinen angrenzenden Räumen zwischen der Schützenhalle und der neuen Bogensporthalle war gemauert und die dazugehörige Dachbalken waren angebracht. Auch für diesen Gebäudeteil haben wir ein kleines Richtfest gefeiert. Um 15:15 Uhr hielt unser Zimmermann Matthias Reck feierlich den Richtspruch:
Richtspruch
Mit Gunst und Verlaub
Die Feierstunde hat geschlagen,
es ruhet die geübte Hand
Nach harten, arbeitsreichen Tagen
grüßt stolz der Richtbaum nun das Land.
Und stolz und froh ist jeder
heute,
der tüchtig mit am Werk gebaut.
Es waren wack´re Handwerksleute,
die fest auf Ihre Kunst vertraut.
Drum wünsch ich, so
gut ich´s kann,
so kräftig wie ein Zimmermann,
mit stolz empor gehobnen Blick
dem neuen Hause recht viel Glück.
Wir bitten Gott, der in
Gefahren
uns allezeit so teu bewahrt,
er mög´ das Bauwerk hier bewahren
vor Not und Schaden aller Art.
Nun nehm´ ich froh
das Glas zur Hand,
gefüllt mit Wein bis an den Rand,
und mit feurigen Saft der Reben
will jedermann die Ehr´ ich geben,
wie sich´s nach alten Brauch gebührt,
wenn so ein Bau ist ausgeführt.
Das erste Glas der Bauherrschaft:
Hoch soll sie leben, hoch, hoch, hoch!
Nun braucht man zu allen
Zeiten
nicht nur den Kopf, nein auch die Hand.
Drum noch ein Hoch den Handwerksleuten,
durch deren Kraft der Bau erstand.
Hoch soll sie leben, hoch, hoch, hoch!
Nun ist das Glas wohl ausgeleert
und weiter für mich nichts mehr wert,
drum werf´ ich e szu Boden nieder -
zerschmettert braucht es keiner wieder;
dorch Schreben bedeuten Glück und Segen
der Bauherrschaft auf allen Wegen.
die Handwerksleute
Am Abend konnten sich dann die Vereinsmitglieder bei ihrer Halbjahresversammlung von dem guten Voranschreiten der Baumaßnahmen überzeugen.
Bei sehr sommerlichen Temperaturen, im Juli über 30 °C, schreiten die Arbeiten gut voran. Mit dem Innenausbau wurde begonnen. So konnten die Elektriker die Deckenbeleuchtung anbringen und die Klempner die Vorbereitungen für den Kücheneinbau vornehmen. Auch die Türen konnten inzwischen eingesetzt werden. Ebenso sind die Vorbereitungen für die Außenfassade im vollem Gange. Doch noch sind viele Stunden harter Arbeit nötig, bis die Halle fertiggestellt ist. Ebenso wurden der Schacht für das Regenwasser gegraben und die Betonringe mit Hilfe der Firma Hagemann eingesetzt

Schachtarbeiten und Einsetzen der Betonringe
An diesem Samstag konnten die Oberlichter in die Decke eingesetzt werden. Im Außenbereich wurden die Abwasserschächte für die Türroste gesetzt. In der Halle wurde mit dem Verputzen der Wände begonnen.
Heute konnten die ersten Bleche an die Außenwände angebracht werden. Frühmorgens um 7:00 Uhr wurde mit den Arbeiten begonnen. Doch um 14:00 Uhr war Schluß. Nichts ging mehr. Bei Temperaturen von über 40 °C an den Wänden wurden die Arbeiten eingestellt. Die Gesundheit der Arbeiter ist wichtiger als eine fertige Halle. Die Arbeiten sollen nun am nächsten Wochenende fortgesetzt werden.
An mehreren Tagen, oftmals um 6:00 Uhr beginnend, konnten die Außenwände
der Halle verkleidet werden.
Am Freitag wurde auch der Weg vor der Halle abgeschoben. Die weiteren Außenarbeiten
können nun durchgeführt werden.
Auch im Inneren der Halle wurde kräftig gewerkelt. Die Wände sind
verputzt und wurden an diesem Wochenende weiß gestrichen. Hierbei haben
uns einige Jugendliche tatkräftig unterstützt
Lars und Steffi beim Malen angelieferter
Mutterboden
Heute wurde der Asphaltboden gegossen. Schwitzend trugen die Mitarbeiter der Firma Hasse & Sohn Eimer für Eimer den Asphalt in die Halle. Hier wurde er dann gleichmäßig verteilt und glattgezogen.

Asphaltkocher Verteilen
des Asphalts
Es war soweit. Die restlichen Außenarbeiten wurden erledigt und die Endreinigung der Halle wurde von den Damen durchgeführt.

Pünktlich zum Schützenfest wurden die Arbeiten eingestellt. Die Halle konnte genutzt werden, auch wenn noch viele Arbeiten, wie z.B. Einbau der Deckenisolierung und der Heizung, zu erledigen sind

Als erste offizielle Veranstaltung konnte das Schützenfest in der neuen Halle gefeiert werden. Viele Gäste kamen, um sich den Neubau anzusehen.
Die Bogenschützen hatten am Wochenende das neue Netz in der Halle aufgehängt und die Scheiben an der Stirnwand aufgestellt. Auch die Startlinie wurde markiert. Auf 8 Ständen können die Schützen nun trainieren. Ein Ausbau auf 10 Stände ist noch möglich.
Ein Jahr der finanziellen Pause wurde eingelegt.
In diesem Jahr konnten wir die Hallendecke isolieren und somit die Heizkosten halbieren.
Die Halle wird nun mehrmals in der Woche für das Bogentraining genutzt
Im März konnte nun endlich auch die Sponsorentafel angebracht werden. Dies war bislang wegen der hohen Luftfeuchtigkeit in der Halle nicht möglich gewesen.
In diesem Jahr konnten mit Hilfe der Firma Lüneburg die Rigipsplatten unter der Decke und an den Stahlträgern angebracht werden. Dabei wurden auch die Träger isoliert.
Gleichzeitig wurde das Schaltungskonzept der Deckenlampen überarbeitet. Nun können immer drei Bahnen gleichzeitig voll ausgeleuchtet werden.
Trainieren nur wenige Schützen, muss nicht die ganze Halle beleuchtet werden und wir können weitere Energie sparen.
Während der Sommerferien wurde die Hallendecke weiß gestrichen. Ein Teil der Farbe wurde von Vereinsmitgliedern gestiftet.
Mit Hilfe eines Spendenaufrufs und der großartigen Resonanz konnten wir auch Tische und Stühle anschaffen. Nun können über 240 Personen beim Schützenfest in der Halle sitzen.